CALL FOR PAPERS: RaumZeit – Zeit und Raum in der Erwachsenenbildung

Am 15.12.2018
Veranstalter: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
Kategorie: Call for Papers

Das Heft 1/2019 widmet sich nun der Verschränkung der beiden Kategorien Zeit und Raum in der Erwachsenenbildung. Sowohl Raum als auch Zeit sind bislang in der Erwachsenenbildung theoretisch wie empirisch vielfach mitgeführt, aber doch häufig nur separat und unzureichend relational rekonstruiert. Wandel, Diskontinuität, Übergänge, Flexibilität, Situiertheit, Zugänge, Kontexte usw. entfalten raumzeitliche Wirkungen. Jede auf Raum bezogene Erfahrung von Lernen ebenso wie jeder Aneignungsprozess eines Ortes ist immer auch auf Zeit bzw. auf zeitliche Muster bezogen. Zugleich ist im Nachgang zur Diskussion des „spatial turn“ in den Kultur- und Sozialwissenschaften die These einer sozialen Konstitution von Raum über Historizität weit verbreitet. Für die Erwachsenenbildung bleibt dies allerdings unzureichend, da die biographische Relevanz von Lernorten oder Lernzeiten eine ganz besondere Rolle spielt: Im zeitlichen Verlauf des eigenen Lebens, in spezifischen Lebensphasen oder über räumliche Bewegungen (bis hin zu Migrationserfahrungen). Deshalb möchte diese Ausgabe erstmals Rhythmen emanzipatorischer Lern- und Bildungsbewegungen genauso wie temporale Vollzugsordnungen in sozialen Räumen erschließen.

Dazu sind Beiträge eingeladen, in denen die gängige theoretische wie empirische Trennung von Raum und Zeit überwunden wird, z.B. über die Auseinandersetzung mit temporalen (z.B. historischen) Phänomenen von Lernräumen, subjektiven Zeiterfahrungen in formalen, non- formalen oder informellen Lernsettings oder auch mit Raum-Zeit-Verschränkungen in unterschiedlichen sozio-kulturellen Bildungskontexten, zeitdiagnostischen wie historischen Studien zum institutionellen Wandel, zu organisationalen Einrichtungen und anderen Lernorten der Erwachsenenbildung. Welche Einflüsse besitzen kollektive Zeit- und Raumparadigmen auf die (Erwachsenen-)Bildung? Wie können diese methodologisch und methodisch angemessen erfasst werden? Wie verknüpfen sich räumliche und zeitliche Faktoren im biographischen Lernen? Wie kommen im pädagogischen Gestalten von Lernorten Auslegungen zu Zeit zum Tragen? Wo rücken wieder vermehrt zeitpolitische Fragen, z.B. im Kontext von Bildungszeitgesetzen oder international im paid educational leave, in den Vordergrund?

Hier finden Sie den CALL FOR PAPERS

 



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