CALL FOR PAPERS: Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung

Am 22.03.2019
Veranstalter: Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE)
Kategorie: Call for Papers

Gastherausgeber*innen: Eva Cendon, Uwe Elsholz & Anita Mörth (FernUniversität in Hagen) von der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“.

Zum Themenschwerpunkt

Angebote wissenschaftlicher Weiterbildung als berufsbegleitende, weiterbildende Studiengänge sowie weiterbildende Module oder Zertifikate zeichnen sich durch eine hybride Positionierung zwischen Hochschule und Anwendungsbezug aus (SEITTER, 2017). Sie liegen oftmals quer zur disziplinären und fachlichen Logik von Hochschulen und sind durch einen unterschiedlich stark ausgeprägten Arbeitsmarktbezug gekennzeichnet. Insofern ist die wissenschaftliche Weiterbildung als hybrider Bildungsbereich an der Schnittstelle von Erwachsenenbildung, Berufsbildung und Hochschulbildung angesiedelt (CENDON, 2016). Vor dem Hintergrund der historisch begründeten Segmentierung der genannten Bildungsbereiche im deutschsprachigen Raum sind bildungspolitische Bemühungen auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene – etwa in Form entsprechender Strategien oder Förderprogramme – darauf ausgerichtet, diese Segmentierung abzuschwächen und mehr Durchlässigkeit zu schaffen. Gleichzeitig erfordert die Gestaltung von berufsbegleitenden Angeboten didaktische Formate, die ein Studium neben dem Beruf ermöglichen. Die wissenschaftliche Weiterbildung kann dabei als Vorreiterin für die Entwicklung durchlässiger und innovativer sowie zeitlich und örtlich flexibler Bildungsangebote im Hochschulbereich gelten.

Neuere, qualitativ ausgerichtete und explorativ angelegte Forschungsarbeiten beginnen, wissenschaftliche Weiterbildung als Forschungsfeld insbesondere mit Blick auf ihre besondere Verortung und die daraus folgenden Herausforderungen für das hochschulische Lehren und Lernen zu beleuchten. Eine systematische Auseinandersetzung mit einer (zu entwickelnden) Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung und eine Systematisierung von Ansätzen, die der genannten Hybridstellung von wissenschaftlicher Weiterbildung Rechnung tragen, stehen allerdings aus (JÜTTE, 2015; REINMANN, 2011). Weiterbildung an Hochschulen kann demnach auch „als Leerstelle der Hochschuldidaktik“ (BAUMHAUER, 2017, S. 61) bezeichnet werden.

Dieses Themenheft soll daher die Hochschuldidaktik im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung in den Blick nehmen. Erwünscht sind Beiträge, die sich ausgehend von der Besonderheit der wissenschaftlichen Weiterbildung, ihrer hybriden Stellung an der Schnittstelle von Erwachsenenbildung, Berufsbildung und Hochschulbildung, mit möglichen Ansätzen einer entsprechenden Hochschuldidaktik auseinandersetzen. Dabei können die folgenden Fragestellungen handlungsleitend sein:

  • Auf welche theoretischen Bezugsrahmen kann sich eine Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung beziehen?
  • Welche Rolle spielen Erkenntnisse der Berufsbildungsforschung einerseits und der Hochschulforschung andererseits für eine Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung?
  • Was sind Charakteristika einer Hochschuldidaktik wissenschaftlicher Weiterbildung?
  • Wie greift die Hochschuldidaktik die hybride Positionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung zwischen Wissenschafts- und Anwendungsbezug auf?
  • Was bedeutet die Verortung wissenschaftlicher Weiterbildung zwischen Disziplinen und Fächern für eine Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung?
  • (Wie) wird Durchlässigkeit in der Ausgestaltung einer Hochschuldidaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung berücksichtigt?
  • Wie wird die Besonderheit der Zielgruppen wissenschaftlicher Weiterbildung hochschuldidaktisch aufgegriffen?
  • Welche Rolle spielen digitale Formate wie Blended Learning?
  • Welche Bedeutung haben die Besonderheiten wissenschaftlicher Weiterbildung für Funktionen und Rollen von Lehrenden?

Die Deadline zur Einreichung von Abstracts ist der 22. März bzw. (bei Einladung zur Ausarbeitung von vollständigen Beiträgen) der 12. Juli 2019.

Hier finden Sie den vollständigen CALL FOR PAPERS (PDF)

 



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Folgende Termine

26.03.2019 - 27.03.  Darmstadt

27.03.2019 - 29.03.  Seattle, WA

28.03.2019 - 28.03.  Karslruhe