Abschlusstagung des Forschungsprojekts „Nicht-traditionelle Studierende zwischen Risikogruppe und akademischer Normalität“

Am 16.09.2019 - 17.09. in Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin, Seminargebäude am Hegelplatz, Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin
Veranstalter: Abteilung Hochschulforschung der Humboldt-Universität Berlin | Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung
Kategorie: Tagung

Thema

Mit der weiteren Öffnung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung seit dem KMK-Beschluss im Jahr 2009 haben sogenannte nicht-traditionelle Studierende sowohl in der Hochschulforschung als auch in der Bildungspolitik an Aufmerksamkeit gewonnen. Inzwischen nehmen in Deutschland jährlich etwa 13.000 Personen über diesen Bildungsweg ein Hochschulstudium auf. Das sind etwa drei Prozent aller Studienanfänger*innen.

Obwohl seit der erstmaligen Einführung dieses Hochschulzugangswegs vor beinahe 100 Jahren Diskussionen um die Studierfähigkeit dieser Gruppe geführt werden, lagen bislang kaum bundesweit repräsentative und vergleichende Untersuchungen zur Frage des tatsächlichen Studienerfolgs von nicht-traditionellen Studierenden vor. Hier knüpft das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt „Nicht-traditionelle Studierende zwischen Risikogruppe und akademischer Normalität“ an, das gemeinsam von der Abteilung Hochschulforschung der HU Berlin und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung durchgeführt wird.

Auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), der amtlichen Hochschulstatistik sowie längsschnittlich angelegter Interviews werden seit 2012 Entscheidungs- und Übergangsprozesse in die Hochschule, die subjektive Studienbewältigung sowie Merkmale des (objektiven) Studienerfolgs von nicht-traditionellen Studierenden untersucht. Eine methodische Besonderheit des Projekts ist nicht nur die Verwendung qualitativer und quantitativer Daten, sondern auch die vergleichende Anlage der quantitativen Teiluntersuchung, in der die Studienverläufe und der Studienerfolg verschiedener Studierendengruppen – mit und ohne Abitur sowie mit und ohne Berufserfahrung – analysiert werden.

Im Rahmen der Tagung sollen die Projektergebnisse der Fachöffentlichkeit vorgestellt und in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet werden. Darüber hinaus sollen damit verbundene institutionelle Anforderungen, bildungspolitische Implikationen und Forschungsdesiderate zum Studium ohne Abitur diskutiert werden.

 
 



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