Inventur der Finanzierung des Hochschulsystems

Autor_in(nen):  Baumgarth, Benjamin; Henke, Justus & Pasternack, Peer
Jahr:2016
Dokumenttyp:  Sammelband
Publikationsart:  Theoretisches Dokument,Empirisches Dokument
Reihe:  Studienförderung Working Paper (Nr. 1)

Zitation

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Baumgarth, Benjamin; Henke, Justus & Pasternack, Peer (2016). Inventur der Finanzierung des Hochschulsystems. Mittelflüsse, Kontroversen und Entwicklungen im letzten Jahrzehnt. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung.

Abstract

Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist zwar in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um knapp 30 Prozent gestiegen, allerdings verteilen sich die Aufwüchse sehr ungleich über die Bundes ‐ länder. Gleichzeitig ist die Zahl der Studierenden enorm angestiegen, sodass in fünf bzw. – unter Be ‐ rücksichtigung von Kostensteigerungen – zwölf Ländern die Grundmittel pro Student/in gefallen sind. Teilweise konnte dies durch ein kräftiges Wachstum der Drittmittel abgefedert werden, deren Anteil an der Hochschulfinanzierung spürbar zugenommen hat. Die Finanzierung des Hochschulsystems ist indes mehr als die Finanzierung der Hochschulen, und die Finanzierung der Hochschulen selbst wiederum ist komplexer als gemeinhin angenommen. Insbesondere geht sie deutlich über die laufenden Grundmittel hinaus – auch wenn diese wegen ihrer leichten Zugriffsfähigkeit häufig herangezogen werden, um die Entwicklung der Hochschulfinanzierung darzustellen. Doch machen diese laufenden Grundmittel nur 56 Prozent der öffentlichen Finanzierung des Hochschulsystems aus. Um ein realistisches Bild zu gewinnen, wird hier deshalb eine Darstellung der Hochschulsystemfinanzierung unternommen. In diese fließen drei Elemente ein: (a) die Hochschulfinanzierung (Grundfinanzierung, Programm ‐ und Projektmittel von Ländern, Bund, EU und Privaten), (b) die Finanzierung von hochschul ‐ bzw. wissenschaftsunterstützenden Einrichtungen und (c) die Finanzierung von Individuen zur Teilhabe an der hochschulischen Lehre bzw. Forschung. Die zentralen Daten werden für das zurückliegende Jahrzehnt dargestellt und ins Verhältnis zu sozioökonomischen Kontextdaten gesetzt. Berechnet werden ebenso die realen Zuschussentwicklungen, d.h. die nominalen Beträge abzüglich der Inflationseffekte und Personalkostensteigerungen. Für fünf Bundesländer (Baden ‐ Württemberg, Hessen, Nordrhein ‐ Westfalen, Sachsen und Sachsen ‐ Anhalt) werden Tiefensondierungen unternommen. Im Ergebnis lassen sich die Finanzierungsströme beziffern und nach ihrer Bedeutsamkeit bewerten.






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