Video-Beitrag der wissenschaftlichen Begleitung: Innovationen von Projekten im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

Wissenschaftliche Begleitung, 15.06.2020

 


Mit dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwischen 2011-2020 in zwei Wettbewerbsrunden (2011-2017; 2014-2020) bundesweit insgesamt 77 Projekte an 101 Hochschulen und vier außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Weiterbildungsangebote für Berufstätige und andere Zielgruppen in unterschiedlichen Formaten entwickelten. Damit machte sich seit 2011 etwa jede vierte Hochschule in Deutschland über alle Bundesländer verteilt auf den Weg zur offenen Hochschule mit einer Vielzahl an neuen Impulsen und Innovationen im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. Die damit einhergehenden Innovationspotenziale lassen sich in vier Innovationsfeldern des Wettbewerbs verorten: Zielgruppen, Lehr-Lernformate, Strukturentwicklung und Kooperationen.

Die Zielgruppen des Wettbewerbs sind dahingehend innovativ, als dass sie Personen beinhalten, die bisher nicht im Fokus der wissenschaftlichen Weiterbildung waren. Sie reichen von beruflich Qualifizierten, Berufsrückkehrer*innen, Personen mit Familienpflichten bis hin zu Bachelor-Absolventen*innen, die nach beruflicher Erfahrung berufsbegleitend studieren wollen.

Lehr-Lernformate erweisen sich als innovativ, da einerseits passende methodisch-didaktische Formate für diese neuen Zielgruppen entwickelt und andererseits im Experimentierfeld des Wettbewerbs auch erprobt und evaluiert werden konnten. Damit gemeint sind u. a. die Öffnung für Blended Learning sowie offene/flexible Studienformen, kürzere Formate und berufsbegleitende Weiterbildungsangebote, die zudem dem Anspruch einer neuen digitalen Lernkultur genügen und gleichzeitig auch im grundständigen Studienbereich Anwendung finden können.

Strukturentwicklung zeigt sich dahingehend als innovativ, als dass mit dem Wettbewerb eine nachhaltige Verankerung von Weiterbildungsstrukturen an Hochschulen vorangetrieben wurde, z. B. als hochschulinterne Einheit oder angegliedertes Weiterbildungszentrum.

Kooperationen werden als innovativ bezeichnet, da sie neue Wege bei der Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten gehen. Dies zeigt sich in der Gestaltung und Verstetigung einer sowohl hochschulinternen und hochschulübergreifenden als auch hochschulexternen und überregionalen Zusammenarbeit, z. B. mit Unternehmen.

Der Video-Beitrag der wissenschaftlichen Begleitung ermöglicht Einblicke in ausgewählte Innovationen in der wissenschaftlichen Weiterbildung, die im Fokus der Projekte des neun Jahre andauernden Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ standen. Der Beitrag basiert auf Kurzinterviews der wissenschaftlichen Begleitung mit Förderprojekten der 1. und 2. Wettbewerbsrunde (WR), die zwischen 2017 und 2018 entstanden sind.

Im Innovationsfeld berufserfahrene Zielgruppen gibt Katrin Heeskens vom Projekt OPEN (1. WR) Einblicke in den Prozess der Öffnung von Weiterbildungsangeboten für beruflich qualifizierte Gesundheits- und Pflegefachkräfte, die bisher an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart keine Chance auf ein Studium hatten, ohne z. B. ihren Beruf aufzugeben.

Die Entwicklung innovativer Lehr-Lernformate steht im Zentrum des Projektes Studium? Divers (2. WR). Imke Buß erläutert das Ziel, unterschiedliche Studienangebote und unterstützende Maßnahmen methodisch-didaktisch und organisatorisch so weiterzuentwickeln, dass sie für in Teilzeit berufstätige Studierende (mit und ohne Kindern bzw. Betreuungsaufgaben) studierbar sind.

Für das Verbundprojekt mint.online (1. WR) erläutert Jutta Haubenreich im Innovationsfeld Strukturentwicklung die Entwicklung hin zur „Bildungsallianz mint.online“. Sie ist ein Zusammenschluss von acht hochschulischen und außerhochschulischen Institutionen, in welchem die im Wettbewerb entwickelten Weiterbildungsangebote über das Ende des Förderzeitraums hinaus gebündelt und verankert werden konnten.

Zum Innovationsfeld Kooperationen gibt Konstantin Hermann vom Projekt QUP (2. WR) Einblicke, wie das Angebotsportfolio durch die erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Potsdam (UP) und der UP Transfer GmbH inhaltlich und organisatorisch nachhaltig verankert wird.


Aktuelle Beiträge

28.10.2020 | Abschiedsnewsletter der wissenschaftlichen Begleitung (Ausgabe 2/2020)

28.10.2020 | Abschluss-Sammelband der WB ist erschienen: Wandel an Hochschulen? Entwicklungen der wissenschaftlichen Weiterbildung im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

20.10.2020 | Neuer thematischer Bericht der WB: „Bilanz und Ausblick der Projekte der 2. Wettbewerbsrunde. Projektfortschrittsanalyse 2020: Band 1“